Pustekuchen!! „Davor habe ich den allergrößten Respekt,“ drückte ein Bewohner seine Achtung vor der Arbeit der Hausfrauen aus. Diese Anerkennung tat den Damen, die an unserer Biographierunde mit dem Thema „Frühjahrsputz“ teilnahmen, so richtig gut. Einige Dinge, die damals für solch eine Aktion von Nöten waren, machten die Runde. Eine Bewohnerin roch an der alten Bohnerwachstube: „Ich mag diesen Geruch! Dann waren die Böden blitzeblank!“ Aus den Senioren sprudelten die Erinnerungen an das, was sie alles unternommen hatten, damit jeder Winkel der Wohnung strahlte. So wurden die Teppiche möglichst noch auf Schnee geklopft oder mit Essigwasser abgerieben, die Gardinen spannte man zum Trocknen auf Leisten, Ofenrohre wurden draußen gereinigt und die Martrazen sogar mit neuem Stroh gefüllt.
Manch einfachen Haushaltstrick erfuhr ich, wie auch, dass rohe Kartoffeln einen Spiegel zum Glänzen bringen – prima, kann ich doch direkt mal ausprobieren!
Annegret Holthaus
Unsere Senioren auf Museumstour

Im Festsaal der ehemaligen Abtei Liesborn Kaffee zu trinken, genossen unsere Senioren, die an dem Ausflug zum dort beheimateten Museum teilnahmen, sichtlich. Dabei erfuhren sie schon allerlei Wissenswertes über die Geschichte des früheren Klosters und heutigen Museums.
Für jeden gab es beim anschließenden Rundgang etwas von besonderem Interesse. So war für Maria Weidlich, die selbst bereits viele Gedichte veröffentlicht hat, das ausgestellte Zimmer des Dichters Augustin Wibbelt sehr beeindruckend. Insbesondere unsere Diestedder betrachteten ehrfürchtig das auf über tausend Jahre geschätzte Eichenkreuz, dass beim Abriss der alten Diestedder Kirche in den 50er Jahren entdeckt wurde. Auch die weiteren sakralen Gegenstände und die Gemälde fanden Beachtung. Die ebenso im Museum zur Schau gestellten Möbel und Gebrauchsgegenstände aus damaliger Zeit, lösten bei den Senioren lebhaftes Erinnern aus. Dabei sorgten die vielen Sprüchetücher und Tafeln für Heiterkeit und entlockten einigen anwesenden Damen ein schmunzelndes: „Ja, ja, so war das!“
Wir gestalten eine Osterkerze
Osterkrippe
Im vergangen Jahr besuchten wir mit einigen Senioren unseres Hauses die Osterkrippe in der St.-Laurtentius- Kirche in Westkirchen.
Angeregt durch dieses schöne Erlebnis, haben wir in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Bewohnern ebenfalls eine Osterkrippe gestaltet.
Beginnend mit dem Palmsontag wird das biblische Geschehen bis Ostern in drei wechselnden Aufbauten nachgestellt .
Die Tradition der bildlichen Darstellung der Passionszeit hat vor allem in Bayern eine länger Tradition und ist in unserer Gegend noch eher selten .
Bewohner bestaunten Occi-Arbeiten

Der Name Hedwig Drügemöller ist den Handarbeitsfreunden aus unserer Gegend gut bekannt.
Ihre kunstvollen Weißstickereiarbeiten und Occispitzen konnte sie bereits in vielen Ausstellungen präsentieren. Mit einigen Bewohnern durften wir sie in ihrem wunderschönen alten Bauernhaus in Liesborn besuchen und ihre Arbeiten bestaunen. Besonders die Damen waren, wie man so sagt, „hin und weg“! Viele erinnerten sich an eigene Stickarbeiten, die sie früher einmal gefertigt hatten. Sogar an der Kaffeetafel hatte Frau Drügemöller liebevoll jeden Platz mit einem anderen Spitzendeckchen dekoriert. Nach dem Kaffeetrinken zeigte Frau Drügemöller,von den Damen umringt, den Umgang mit einem Occi-Schiffchen. Damit die alte Handarbeitstechnik nicht eines Tages ausstirbt, bietet die weit über 80-Jährige bis dato sogar noch Kurse an.
Die Herren nahmen derweil begeistert das Angebot von Herrn Drügemöller jun. wahr, sich das schöne Haus und seine Schätze näher anzusehen.
Liebe Familie Drügemöller – Danke für diesen herrlichen Nachmittag.
Annegret Holthaus






