
Zum Start der diesjährigen Demenzwoche vom 21. bis 27. September 2026 haben wir bei uns im Seniorenzentrum Haus Maria Regina zu einem besonderen Informationsnachmittag rund um das Thema Demenz eingeladen.
Bei selbstgemachtem Kuchen, Kaffee und in gemütlicher Atmosphäre wurde sich ausgetauscht, gefragt, zugehört und natürlich auch einiges über Demenz erfahren. Dabei ging es um weit mehr als nur die Erkrankung selbst.
Gemeinsam haben wir uns mit der Entdeckung der Alzheimer-Erkrankung beschäftigt und einen Blick auf die verschiedenen Stadien einer Demenz geworfen – vom leichten über das mittlere bis hin zum schweren Stadium. Welche Veränderungen können auftreten? Warum verhalten sich Menschen mit Demenz manchmal anders? Und was bedeutet das für den Alltag?
Aber auch die Menschen, die einen erkrankten Angehörigen begleiten, standen im Mittelpunkt. Denn eine Demenzerkrankung betrifft häufig nicht nur den Erkrankten selbst. Sie kann Familien, Partnerschaften und Freundschaften verändern und alle Beteiligten vor neue Herausforderungen stellen.
Spannend war auch der Blick zurück: Wie wurde Demenz beziehungsweise das, was wir heute als Demenzerkrankungen verstehen, eigentlich in früheren Zeiten gesehen? Gemeinsam machten wir einen kleinen Ausflug durch die Geschichte – von der Antike bis ins Mittelalter.
Natürlich durfte auch das praktische Erleben nicht fehlen. Wir stellten unter anderem unseren CareTable vor – einen großen mobilen Aktivitätstisch, der in unserem Demenzalltag vielfältig eingesetzt werden kann. Ob Biografiearbeit, Erinnerungspflege, multisensorische Aktivierung oder die Förderung der Motorik – der CareTable bietet viele Möglichkeiten, Beschäftigung und Betreuung individuell auf unsere Bewohnerinnen und Bewohner abzustimmen.
Besonders interessant waren die kleinen Selbsterfahrungsübungen. Dabei konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einmal selbst ausprobieren, wie sich bestimmte alltägliche Situationen aus der Sicht eines Menschen mit Demenz anfühlen können. Eine ganz einfache Aufgabe, wie beispielsweise das Verschließen der eigenen Kleidung, kann plötzlich zu einer echten Herausforderung werden.
Und genau solche Erfahrungen zeigen, wie wichtig es ist, nicht vorschnell zu urteilen, sondern Geduld, Verständnis und Einfühlungsvermögen zu entwickeln.
Eine Botschaft lag uns an diesem Nachmittag dabei besonders am Herzen: Demenz ist keine reine Frage des Alters. Auch wenn das Risiko mit zunehmendem Alter steigt, kann eine Demenzerkrankung grundsätzlich Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen betreffen.
Unser Wunsch war es, Demenz ein Stück weit aus der Tabuzone zu holen, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, dass hinter der Erkrankung immer ein Mensch mit seiner ganz eigenen Geschichte, seinen Erinnerungen und seiner Persönlichkeit steht.
Wir hoffen, dass wir unseren Gästen an diesem Nachmittag nicht nur Informationen mitgeben konnten, sondern vielleicht auch den einen oder anderen neuen Gedanken.
Denn manchmal beginnt Verständnis schon damit, einmal die Perspektive zu wechseln.
Ein großer Dank gilt an dieser Stelle den Kollegen aus der Betreuung – Ruth Langenhövel und Luba Schro.




