
Der am meisten bedichtete und besungene Monat des Jahres war schon immer der Mai. Wenn die Natur sich in ein Blütenmeer und frisches Grün hüllt, ist es seit altersher Brauch zu Ehren der Gottesmutter reich mit Blumen geschmückte Altäre aufzubauen, vor denen die Menschen beten und die schönen Marienlieder singen. Diesen Brauch pflegen wir im Haus Maria Regina seit vielen Jahren. Den Senioren sind die Lieder und alten Gebete gut bekannt und so folgte auch dieses Mal eine große Anzahl an BewohnerInnen der Einladung zur Maiandacht.
Eine Maiandacht wird oft in lockerer Atmosphäre gefeiert, die auch Raum für ein anschließendes geselliges Beisammensein lässt. Anders als gewohnt, waren die Stühle in der Hauskapelle vor dem Marienaltar in eine Runde gestellt, so dass nach der Andacht das fröhliche Zusammensein im Blickkontakt der BewohnerInnen untereinander stattfinden konnte. Bei der Unterhaltung der SeniorInnen zeigte sich, wie viel Brauchtum, Anekdoten und einzigartige persönliche Erinnerungen sich um den Mai ranken – vom Marienkäfer über den Tanz am Maibaum bis hin zu Hochzeit. Besonders früher galt der Mai auch als Liebes- und Heiratsmonat. Bei einem waren sich die Bewohner einig: Bonifatius, Servatius, Pankratius und die kalte Sophie bringen jedes Jahr kühle Tage, aber danach werden wir bestimmt die Tage draußen genießen können.


